Samariterreise 2014

In diesem Jahr ging es zuerst mit dem Zug von Burgdorf nach Bern. Da hiess es dann Zug wechseln in Richtung Westschweiz. In Bulle dann nochmals schnell-schnell umsteigen in einen Bummler in Richtung tiefstes Fribourg. Broc Fabric hiess dann unsere vorläufige Endstation. Die Schokoladenfabrik Cailler war das erste Ziel unserer Reise. In Mitten der Fribourger-Pampa steht eine grosse Fabrik mit einem süssen Kern. Nach einer kurzen Stärkung im hauseigenen Cafe hiess es um halb 10 Uhr Türen auf und herein spaziert. Da die meisten Führungen auf französisch waren mussten wir uns etwas gedulden, bis dann endlich die Reihe an „Buchette“ war, der Name unserer deutschgeführten Gruppe. Auf einem Rundgang wurde uns etwas über die Geschichte der Schokolade und natürlich auch über die Geschichte des Hauses Cailler selber erzählt und visuell dargestellt. Die Ursprünge der Schokolade reichen zurück in die Zeiten der Seefahrer, die eine Frucht aus der neuen Welt mitbrachten, über die Königshäuser in Europa wo man die Schokolade vor allem in flüssiger Form genoss bis wir heute schliesslich die Schokolade in ihren verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen haben. Nach der geschichtlichen Darstellung haben wir Einblicke in eine Produktionsstrasse eines Mini-Schoggistängelis erhalten, ganz nach dem Motto „Die Sendung mit der Maus“, wie kommt eigentlich das Schoggistängeli in die Verpackung? Herstellung einer Masse mit Nüssen, die Masse in eine runde Form gebracht und in laaaaangen Würsten auf einem Fliessband landend, in kurze Stücke geschnitten werden, mit flüssiger Schokolade übergossen und nach dem Trocknen automatisch verpackt werden und und und… am Schluss in unserem Mund landet. Am Ende des Rundgangs, dann der süsse Abschluss, ein grosser Degustationsraum! Schokolade an Schokolade gereiht, verschiedene Mengen Cacao, unterschiedliche Aromen, ein Mekka für Naschmäuler. Einzige Regel, keine Schokolade darf aus dem Raum entfernt werden, ausser in Mund oder Magen! Also, kein Hamstern, bitte!

Nach einer kurzen Shoppingtour im Fabrikladen hiess es dann vorwärts Marsch in Richtung des malerischen Dorfes Gruyère. Unser Weg führte uns durch ein anderes kleines Dorf, in ein Waldstück. Und schon war es Zeit für das Mittagessen am Ufer eines Flusses. Jeder packte sein Zmittag aus, munter plaudernd und schmatzend ging es zu und her. Gesättigt ging es weiter, über eine alte Holzbrücke mit Hausnummer, den Fluss überquerend. Die Burg Gruyère tront hoch auf einem Hügel, 800m über Meeresspiegel hat man eine enorme Aus-und Weitsicht. Wie das wohl vor ein paar hundert Jahren war, zur der Zeit als noch Ritter dieses mächtige Bauwerk beherbergte? Eines ist sicher, anstrengend für jeden Gegner der da rauf wollte. Oben dann neben der Burg ein malisches Fribourger Städtchen und etwas überraschen ein Gyger-Cafe. Ja genau der Gyger, der Alien-Erfinder-Gyger. Ein kurzer Blick ins Cafe lässt die ausserirdischen Gerippe deutlich erkennen. Nur schade, hat jemand das Käsefondue drinnen anbrennen lassen. Also setzen wir uns draussen in ein Strassenbeizli. Unglaublich, Samstagnachmittag, etwas graues Wetter und das Städtchen wird dennoch überrannt von Touristen aus aller Welt. Schnell austrinken, in kürze fährt unser Zug zurück in Richtung Burgdorf. Zum Glück geht es alles nur noch runter vom Hügel, aber der Bahnhof scheint weiter als gedacht. Die ersten am Bahnhof fragend den Hügel hinauf schauend, wo bleibt denn der Rest? Letztlich ist aber die ganze Gruppe wieder beisammen, gerade noch vor dem Regen wieder im Zug vereint. Wieder zurück in Burgdorf geht es ab in die Rössli Pizzeria. Nach dem Käsegeschmack im Gyger Cafe nun also wirklicher Käse für die meisten von uns. Munteres Reden und lachen begleitet das feine Znacht. Ein super Abschluss eines interessanten und Tages unter Freunden. Wiederum eine gelungene Reise. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, voller Vorfreude auf das nächste Jahr.

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